Zentrum

Emmauskirche

Im zen­tra­len Kir­chen­raum führt der Bre­mer Bild­hau­er Prof. Wal­de­mar Otto dem Besu­cher mit der Per­so­nen­grup­pe in der Mit­te des gro­ßen Metall­kreu­zes, wel­ches über dem Altar hängt, einen Aus­schnitt der Emma­us-Erzäh­lung ein­drucks­voll vor Augen. Die zwei Jün­ger, links in der Per­so­nen­grup­pe, sind dar­ge­stellt als wohl­ge­form­te“ Men­schen von heu­te. Sie ste­cken die Köp­fe zusam­men, spre­chen mit­ein­an­der über das, was sie bewegt, beschäf­tigt und gehen so ihres Weges. Jesus, rechts in der Figu­ren­grup­pe, im Cor­pus flach gestal­tet aber mit deut­lich nach vor­ne wei­sen­der Hand, geht unauf­dring­lich mit ein­la­den­der und weg­wei­sen­der Ges­te mit den Jün­gern. Die­ses Emma­us-Kreuz möch­te uns zusa­gen, Jesus geht mit und beglei­tet uns auf unse­ren Lebens­we­gen – unauf­dring­lich einladend. 

Der Nürn­ber­ger Maler Oskar Kol­ler gestal­te­te mit viel Far­be das gro­ße Wand­ge­mäl­de im Altar­raum, das im Mit­tel­teil den Ein­druck eines Licht­was­ser­falls“ erweckt. Die­ses Gemäl­de ist in sei­ner Kom­po­si­ti­on so auf­ge­baut, dass es zur Mit­te, dem Metall­kreuz mit den Emma­us-Jün­gern und Jesus, führt. Licht bricht, wenn auch noch im Hin­ter­grund, in die Situa­ti­on der Emma­us-Jün­ger her­ein. Die­se Far­ben des Altar­raums wur­den in den Sei­ten­fens­tern der Apsis von dem Glas­künst­ler Flo­ri­an Lech­ner aus Stein­ach auf­ge­nom­men. So wirkt und strahlt das Altar­bild mit sei­nen Far­ben in den Kir­chen­raum und damit auch zu den Men­schen, denen die Bot­schaft der Emma­us-Geschich­te auch heu­te gilt. 

Unter dem Kreuz steht der gemein­sa­me Altar aus Gra­nit, gestal­tet vom Archi­tek­ten Nor­bert Lie­bich, auf dem das Abend­mahl und die Eucha­ris­tie gefei­ert wer­den. Die Altar­plat­te wird getra­gen von paar­wei­se aus dem Boden ragen­den Gra­nit-Säu­len. Man könn­te sie als Arme deu­ten, deren Hän­de die Tisch­plat­te tra­gen. Der Ambo besteht aus zwei Gra­nit-Ste­len. Die­se wer­den zum einen ver­bun­den durch eine struk­tu­rier­te Glas­plat­te, in die ein Alpha und ein Ome­ga ein­ge­zeich­net sind, zum ande­ren durch die dop­pel­sei­ti­ge Buch­auf­la­ge. Die­se bei­den Gra­nit-Ste­len kön­nen für das Alte und Neue Tes­ta­ment ste­hen, auf die sich alle christ­li­chen Kir­chen beziehen. 

Unter dem Leit­ge­dan­ken Seht den Men­schen“ wur­den von Prof. Wal­de­mar Otto acht Sta­tio­nen eines Kreuz­wegs gestal­tet. Die­se haben ihren Platz zwi­schen den Säu­len in der Emma­us­kir­che gefun­den. Der Künst­ler selbst sieht das Kreuz in der Welt meist ver­steckt in den Zwi­schen­räu­men“. Beim Betrach­ten die­ser Kreuz­weg­sta­tio­nen hat man immer auch einen schma­len Durch­blick zwi­schen den Säu­len auf das far­bi­ge Oster­bild in der Apsis.

Vater unser-Kapelle - Wortkapelle

Die evan­ge­li­sche Vater unser-Kapel­le trägt des­halb den Namen, weil an der lin­ken Sei­ten­wand das Vater unser-Gebet in Graf­fi­to-Tech­nik ange­bracht ist. Gegen­über die­ser Vater unser-Wand mit Ker­zen­stän­der und Anlie­gen-Buch ver­ei­nigt ein raum­ho­hes Glas­fens­ter die Moti­ve Geth­se­ma­ne, Kar­frei­tag und Ostern — Lebens­er­fah­run­gen, die auch Men­schen von heu­te ken­nen. Bei­de, das Vater unser-Gebet in Graf­fi­to-Tech­nik, wie das Glas­fens­ter stam­men von dem Münch­ner Maler Hubert Dist­ler. Ein schlich­ter, aber ein­drucks­vol­ler Chris­tus-Kor­pus, ent­wor­fen von der Bild­haue­rin Marie-Lui­se Wil­kens, hängt mit weit geöff­ne­ten Armen über dem trag­ba­ren Altar­tisch gegen­über dem Zugang zur Kapelle.

Sakramentskapelle - Brotkapelle

An der Stirn­sei­te die­ser Kapel­le, die durch das struk­tu­rier­te Glas­fens­ter in leicht blau­es Licht getaucht ist, steht der Sakra­ments­al­tar; der Altar­tisch aus Adne­ter Mar­mor mit einem Taber­na­kel-Auf­bau in Bron­ze. Ein Kreuz ohne Kor­pus, des­sen unte­res Ende die Form eines Ankers hat, krönt den Bron­ze­auf­bau. Sti­li­sier­te, leicht ver­gol­de­te und ver­sil­ber­te Flam­men zeich­nen sich auf dem Sakra­ments­haus ab, das man als flam­men­des Herz inter­pre­tie­ren kann. Von oben nach unten gese­hen kann man im Auf­bau des Taber­na­kels die drei gött­li­chen Tugen­den“ sehen: Glau­be = Kreuz, Hoff­nung = Anker und Lie­be = flam­men­des Herz. Eine 200 Jah­re alte Dar­stel­lung der Krö­nung Mari­ens befin­det sich an der rech­ten Sei­ten­wand. Zu die­ser Mari­en­dar­stel­lung rankt sich ein bron­ze­ner Ker­zen­leuch­ter mit Zwei­gen und Blü­ten als Lich­ter-Strauch“.

Links vom Sakra­ments­al­tar steht auf einer Mar­mor­säu­le eine Bron­ze­fi­gur des Hl. Bru­der Kon­rad von Par­z­ham in knie­en­der Hal­tung, ein Kreuz in sei­nen Hän­den. Der Hl. Bru­der Kon­rad, der Rot­ta­ler Hei­li­ge und drit­te Patron der Diö­ze­se Pas­sau, stammt aus dem nahe­ge­le­ge­nen Par­z­ham im Stadt­be­reich von Bad Gries­bach. Die gesam­te künst­le­ri­sche Aus­ge­stal­tung schuf der Pas­sau­er Bild­hau­er Leo­pold Haf­ner. Eine sit­zen­de, baro­cke Man­tel­m­a­don­na mit dem Jesus­kind auf dem Schoß und einem Zep­ter in der rech­ten Hand, gestif­tet von Dr. Hans-Karl Fischer, hat ihren Platz an der Wand zwi­schen Sakra­ments­al­tar und Krö­nung Mari­ens gefunden.

Orgel

Die Orgel der Fir­ma Jann aus All­kofen bei Regensburg/​Laberweinting steht mit ihrem glän­zen­den Pro­spekt auf­fal­lend und impo­sant neben dem Altar­raum im vor­de­ren Bereich der Kir­che. Sie wur­de bald nach der Ein­wei­hung des Got­tes­hau­ses im Jahr 1996 erbaut und ver­fügt über 17 klin­gen­de Regis­ter auf zwei Manua­len und Pedal. Dem Orga­nis­ten steht eine Set­zer­an­la­ge zum digi­ta­len Abspei­chern der Regis­trie­run­gen (gewähl­ten Klang­far­ben) zur Ver­fü­gung. Für ein prä­zi­ses und ange­neh­mes Orgel­spiel sorgt die kom­plett mecha­ni­sche Spiel­trak­tur, also die Ver­bin­dung zwi­schen Tas­te und Pfei­fen­ven­til. Wegen der Posi­tio­nie­rung der Orgel im Blick­feld des Besu­chers und der guten akus­ti­schen Ver­hält­nis­se wird die Orgel neben der Got­tes­dienst­ge­stal­tung auch ger­ne in Kon­zer­ten ein­ge­setzt, die in der Regel ein­mal monat­lich stattfinden

Glocken von Emmaus

In einem offe­nen Glo­cken­stuhl über dem Kir­chen­dach, sicht­bar aus dem Kir­chen­raum, hän­gen zwei Glo­cken über­ein­an­der. Die katho­li­sche Glo­cke ist dem Rot­ta­ler Hei­li­gen Bru­der Kon­rad geweiht, die evan­ge­li­sche Glo­cke dem Refor­ma­tor Dr. Mar­tin Luther. Bei­de Glo­cken, gegos­sen von der Fir­ma Per­ner aus Pas­sau, laden gemein­sam zu den Got­tes­diens­ten ein — geein­te Ver­schie­den­heit bei­der Konfessionen.

Glockenspiegel

In einer Außen­ni­sche des Emma­us-Zen­trums hängt ein Glo­cken­spiel, bestehend aus 12 Glo­cken. Die­ses lässt immer zur vol­len Stun­de auf das Kir­chen­jahr abge­stimm­te Lie­der aus dem evan­ge­li­schen Gesang­buch wie auch aus dem katho­li­schen Got­tes­lob erklin­gen und lädt damit zum Lobe Got­tes ein.

Adresse:

Kur­al­lee 3 (Post­an­schrift: Rottal­stra­ße 20)
94086 Bad Gries­bach i. Rot­tal
Tele­fon: 08532/920038
Fax: 08532/920048
E-Mail: Pfarramt-​Karpfham@​t-​online.​de